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Redaktion: Lebenswert-Leben
www.lebenswert-leben.at
e-smog@lebenswert-leben.at

Quelle:
IGEF Wulf-Dietrich Rose
Lesen Sie hier seine Biographie



G U T A C H T E N


zur Messung und Bewertung
der hochfrequenten elektromagnetischen Strahlenbelastung
durch Sendeanlagen für das GSM-Mobilfunk-Netz
im Nahbereich der Schule in Aschau


28. Dezember 1999
_____________________________________________________________________

Büro Österreich: Wulf-Dietrich Rose; Sachverständiger für Elektromagnetische Umweltverträglichkeit IGEF
VORSTANDSMITGLIED DER INTERNATIONALEN GESELLSCHAFT FÜR ELEKTROSMOG-FORSCHUNG
Postanschrift: Seebach 137, A-6370 Kitzbühel / Tirol - Telefon international 0043-5356-64354
Telefax 0043-5356-65904 - Internet: http://www.elektrosmog.com - E-Mail: elektrosmog @ aon.at

1. Vorbemerkung

In den europäischen Ländern werden mehrere Hunderttausend Sendeanlagen für GSM-Mobilfunknetze errichtet. Eine flächendeckende und engmaschige Versorgung ist das Ziel der Mobilfunk-Unternehmen. Diese Entwicklung führt dazu, dass wir alle ständig an jedem Ort einer gepulsten hochfrequenten
elektromagnetischen Strahlenbelastung ausgesetzt sind, die es in dieser Art und Intensität bisher nicht gegeben hat und deren Langzeitwirkung auf den menschlichen Organismus sowie die Flora und Fauna erst ansatzweise erkennbar wird.

Das gefährliche an dieser allgegenwärtigen Hochfrequenzbelastung besteht darin, dass auch unser
körpereigenes Informationssystem mit natürlichen elektromagnetischen Signalen arbeitet - allerdings auf einem wesentlich schwächeren Energieniveau! Die Überflutung durch technische Hochfrequenzquellen verursacht deshalb vielfältige biologische Störungen durch Einkoppelung hochfrequenter Frequenz-
muster in das Informationssystem unserer Zellen.

Der deutsche Physiker Albert Popp konnte nachweisen, dass die Körperzellen mit einer ultraschwachen "Biophotonenstrahlung" kommunizieren. Dies sind gleichsam kleinste Energiekorpuskel, von denen jeweils eines in der DNS-Spirale des Zellkernes beheimatet ist. Eine besondere Eigenschaft dieser
Photonen ist ihre gleichgerichtete Lichtschwingung - die Zellen kommunizieren demnach mit ultraschwachen Laserstrahlen. Nichtthermische biologische Irritationen der Zelle durch Mikrowellen ergeben sich demnach einerseits durch eine Störung der Zellmembranfunktion. Weiterhin aber auch durch die Störung dieser "Biophotonenkommunikation" der Zellen untereinander, die dann zum Erliegen kommt, wenn die Biophotonen durch Mikrowellen in ihrer Gleichgerichtetheit gestört werden. Dieser Ordnungsverlust in den Mitteilungen der DNA kann katastrophale Folgen für das Informationssystem des
Organismus haben: die Gene werden zwar nicht in ihrer Struktur verändert - wie bei der Gentechnik -, werden jedoch in ihrem Informationsgehalt blockiert. Es ist leicht vorstellbar, dass z.B. ein Tumor-Suppressor-Gen in seiner spezifischen Funktion dann nicht mehr wirksam ist und Krebszellen plötzlich ungehindert wuchern können.

Wie der Biophysiker U. Warnke von der Universität des Saarlandes ausführt, können bereits minimale elektromagnetische Feldveränderungen die Zellmembran nachhaltig stören. Dies betrifft besonders
die Energieproduktion der Zelle durch das Adenosin-Triphosphat (ATP), so dass die Zellmembran-Ionenpumpe welche für die Aufrechterhaltung des Zellmilieus zuständig ist und durch ATP ihre Energie
bezieht, teilweise oder völlig ausfällt. Dies verursacht weitestgehende Störungen der Zelle bis zum
vollständigen Zelluntergang - letztlich die Ursache des heute immer häufiger zu beobachtenden "pathologischen Energiedefizites" (PED), identisch mit dem erstmals in Amerika beschriebenen Chronic Fatique Syndrom (CFS). (Warnke 1989)

Aber nicht nur die störende und zerstörende Wirkung der Hochfrequenzen auf Zellstrukturen und ihre Informationen ist bekannt; auch ihre Fähigkeit zur Erbgutveränderung (mit allen Folgen genbedingter Missbildungen und vermehrter Krebsgefährdung) wird immer deutlicher. Eine geradezu dramatische Steigerung ihrer Bedenklichkeit finden die Hochfrequenzen in der aktuellen Mobilfunktechnik durch die zusätzliche niederfrequente Pulsung in ihrer Strahlung: sowohl GSM-Mobilfunk-Sendeanlagen als auch die Handys selbst - ebenso wie die schnurlosen Heimtelefone in der DECT-Technik - arbeiten nicht mit einem zeitlich kontinuierlichen Frequenzband, aus welchem die Sprachinformationen schlussendlich in akustische Signale umgesetzt werden. Vielmehr werden - um mehrere Handys gleichzeitig bedienen zu können - die Gesprächsinformationen in kleine "Pakete" komprimiert und im festen "Achteltakt" abgestrahlt. Zwischen diesen Paketen liegt ein Ruhesignal. So entsteht eine "Pulsung", bei der wie die Perlen auf einer Kette, im festen Takt Informationen und Ruhepausen folgen. Diese Pulsung ist mit entsprechenden Messgeräten deutlich nachweisbar. (von Klitzing 1993)
Der Biophysiker Dr. Lebrecht von Klitzing untersuchte an der Universität Lübeck, dass der Körper besonders empfindlich auf die niederfrequenten Pulsationen reagiert, die beim GSM-Mobilfunk auf die hochfrequente Trägerwelle aufmoduliert sind. Periodisch wiederkehrende niederfrequente Frequenzmuster sind offensichtlich biologische Signale, die wichtige Auslösefunktionen für den Stoffwechsel,
das Hormonsystem, das Immunsystem und für den Schlaf-Wach-Rhythmus, etc. beinhalten. Durch die niederfrequente Pulsung der hochfrequenten Mobilfunk-Netze sind somit vielfältigste Entgleisungen unserer "Biorhythmik" in unseren Stammhirnregionen - bis zu einem dramatischen Abfall unseres Immunsystems und einer deutlichen Steigerung unserer Krebsgefährdung zu erklären. Störungen der
Zellmembranen äussern sich jedoch auch in einem veränderten Kalziumspiegel des Organismus.
(von Klitzing 1993)


2. Messprotokoll zu den Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte durch niederfrequent gepulste Mobilfunkstrahlung in Gebäuden im Nahbereich der auf der Pension Gasser installierten Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz


Messort:Schulgebäude in Aschau

Datum/Zeit:18. Dezember 1999 zwischen 13 und 14 Uhr

Messgerät:HF-Strahlungsdetektor PDM-2 der Firma ROM-Elektronik GmbH
Messbereich 250 MHz bis 2,5 GHz

Messrichtung:Vom angegebenen Messort in Richtung der auf der Pension Gasser installierten
Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz

Messergebnisse:Die Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte haben im Messbereich von 250 MHz bis 2,5 GHz folgende summierte Leistungsflussdichten in der angegebenen Messrichtung ergeben:

1. Stock, Raum 4. Klasse 21 µW/m2
Probelokal der Musikkapelle (Thermoglas-Fenster geschlossen) 189 µW/m2
Probelokal der Musikkapelle (Thermoglas-Fenster offen) 546 µW/m2
Konferenzzimmer (Thermoglas-Fenster geschlossen) 3 µW/m2
Konferenzzimmer (Thermoglas-Fenster offen) 98 µW/m2


Messort:Wohnhaus Gruber, Hermann, 6274 Aschau, Haus-Nr. 251

Datum/Zeit:18. Dezember 1999 zwischen 14 und 15 Uhr

Messgerät:HF-Strahlungsdetektor PDM-2 der Firma ROM-Elektronik GmbH
Messbereich 250 MHz bis 2,5 GHz

Messrichtung:Vom angegebenen Messort in Richtung der auf der Pension Gasser installierten
Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz

Messergebnisse:Die Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte haben im Messbereich von 250 MHz bis 2,5 GHz folgende summierte Leistungsflussdichten in der angegebenen Messrichtung ergeben:

Erdgeschoss Terrasse206 µW/m2
Erdgeschoss Küche180 µW/m2
Erdgeschoss Schlafzimmer 11 µW/m2
Erdgeschoss Kinderzimmer A 6 µW/m2
Erdgeschoss Kinderzimmer B 6 µW/m2
1. Stock Kinderzimmer 14 µW/m2
1. Stock Balkon 98 µW/m2


Messort:Wohnhaus G####, Hans, 6274 Aschau, Haus-Nr. ###

Datum/Zeit:18. Dezember 1999 zwischen 16 und 17 Uhr

Messgerät:HF-Strahlungsdetektor PDM-2 der Firma ROM-Elektronik GmbH
Messbereich 250 MHz bis 2,5 GHz

Messrichtung:Vom angegebenen Messort in Richtung der auf der Pension Gasser installierten
Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz

Messergebnisse:Die Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte haben im Messbereich von 250 MHz bis 2,5 GHz folgende summierte Leistungsflussdichten in der angegebenen Messrichtung ergeben:

Erdgeschoss Schlafzimmer 36 µW/m2
Erdgeschoss Terrasse 83 µW/m2
Erdgeschoss Wohnzimmer 2 µW/m2
1. Stock Schlafzimmer 88 µW/m2
1. Stock Balkon 442 µW/m2
1. Stock Wohnzimmer 90 µW/m2


Messort:Wohnhaus S######, Roland, 6274 Aschau, Haus-Nr. ###

Datum/Zeit:18. Dezember 1999 zwischen 15 und 16 Uhr

Messgerät:HF-Strahlungsdetektor PDM-2 der Firma ROM-Elektronik GmbH
Messbereich 250 MHz bis 2,5 GHz

Messrichtung:Vom angegebenen Messort in Richtung der auf der Pension Gasser installierten
Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz

Messergebnisse:Die Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte haben im Messbereich von 250 MHz bis 2,5 GHz folgende summierte Leistungsflussdichten in der angegebenen Messrichtung ergeben:

Erdgeschoss Küche303 µW/m2
Erdgeschoss Schlafzimmer 49 µW/m2
Erdgeschoss Wohnzimmer 87 µW/m2
1. Stock Schlafzimmer 288 µW/m2
1. Stock Wohnzimmer367 µW/m2
1. Stock Wohn- und Schlafzimmer 12 µW/m2


Messort:Wohnhaus W########, Alois, 6274 Aschau, Haus-Nr. ###

Datum/Zeit:22. Dezember 1999 zwischen 12 und 13 Uhr

Messgerät:HF-Strahlungsdetektor PDM-2 der Firma ROM-Elektronik GmbH
Messbereich 250 MHz bis 2,5 GHz

Messrichtung:Vom angegebenen Messort in Richtung der auf der Pension Gasser installierten
Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz

Messergebnisse:Die Messungen der hochfrequenten elektromagnetischen Leistungsflussdichte haben im Messbereich von 250 MHz bis 2,5 GHz folgende summierte Leistungsflussdichten in der angegebenen Messrichtung ergeben:

Dachgeschoss Balkon149 µW/m2
Dachgeschoss Wohnzimmer 27 µW/m2



3. Richt- und Grenzwerte zur Bewertung der Immissionen durch gepulste Mobilfunkstrahlung

* Die Intensität der natürlichen hochfrequenten elektromagnetischen Hintergrundstrahlung liegt bei 0,000.001 µW/m2.

* Mit einer Leistungsdichte von nur 0,001 µW/m² konnte bei verschiedenen Frequenzen eine
Veränderung des Kalzium-Ionen-Ausstroms im Gehirn gemessen werden. Dies scheint besonders deutlich zu wirken, wenn Kalziumverluste bei der Flüssigkeit auftreten, die das Gehirn umgibt. Eine Reihe von wichtigen Regelungsprozessen im menschlichen Körper sind auf Kalzium-Ionen angewiesen und werden daher in Mitleidenschaft gezogen; (Käs 1989)

* Die Nobelpreisträger Sakmann und Neher haben entdeckt, dass bereits minimale Feldstärken von
0,01 µW/m2 zur körpereigenen Informationsübermittlung genügen und damit Fehlleistungen
(Über- oder Unterproduktion) im Körper verursacht werden können.

* In einer gemeinsamen Resolution (Stand Oktober 1999) deutscher Wissenschaftler, Ärzte,
Betroffenen-Organisationen, dem Bundesverband gegen Elektrosmog und von der Internationalen Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung (IGEF) wird ein Maximalwert von 1µW/m2 für die summierte Leistungsflussdichte niederfrequent gepulster Hochfrequenz-Strahlung empfohlen.

* Der sogenannte "Salzburger Vorsorgegrenzwert" aufgrund einer Empfehlung der Salzburger
Landes-Sanitätsdirektion liegt bei 1000 µW/m2.

* Einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für die niederfrequent gepulste hochfrequente GSM-Mobilfunkstrahlung gibt es in Österreich noch nicht.

* Der Grenzwert für die Allgemeinbevölkerung lt. ÖNORM S 1120 für gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder ist frequenzabhängig und beträgt bei 300 MHz 2 W/m2, bei
950 MHz 6,33 W/m2 und liegt im hier anzuwendenden Frequenzbereich von 1,5 GHz bis
40 GHz bei 10 W/m2 (= 10.000.000 µW/m2).


4. Forschungsergebnisse zu den gesundheitlichen Risiken der niederfrequent gepulsten
hochfrequenten GSM-Mobilfunk-Strahlung

Der elementare Lebensvorgang ist mit elektrischer Entladung und Wiederaufladung an der Zell-
membran verknüpft. An der Zellmembran, in der die sogenannte "Ionenpumpe" Natriumionen aus der Zelle heraus und Kaliumionen in die Zelle hineinschleust und so für eine Konstanz des zellulären Elektrolyt-Milieus sorgt, treten elektromagnetische Schwingungen von ultraschwacher Feldstärke mit Resonanzfrequenzen im Giga-Herz-, also im Mikrowellen-Bereich auf. (H. Fröhlich)

Die beiden deutschen Wissenschaftler Bert Sakmann und Erwin Neher haben entdeckt, dass bereits minimale Feldstärken von 0,01 µW/m2 zur Informationsübermittlung genügen und damit Fehlleistungen (Über- oder Unterproduktion) im Körper verursacht werden können. Ihre Forschungsergebnisse vermitteln neue Erkenntnisse darüber, wie die sensiblen bioelektrischen Vorgänge im Gehirn und im Nervensystem durch die millionenfach stärkeren technischen elektromagnetischen Umwelteinflüsse behindert und verändert werden. Die Störungen dieser bioelektrischen Abläufe durch elektromagnetische Umwelteinflüsse zeigen sich vor allem als Störungen der Gehirnfunktionen, wie dies z. B. bei der Alzheimer-Krankheit in ausgeprägter Weise zu beobachten ist. (Rose 1994)

Beeinflussung der Gehirnaktivität
Dr. Lebrecht von Klitzing hat nach 15- bis 20-minütiger Einwirkung einer 217 Hz gepulsten hoch-frequenten Strahlung (wie bei GSM-Mobilfunknetzen) EEG-Veränderungen beschrieben und
dokumentiert, die kein Arzt zuvor beobachtet hat. Diese "Peaks" als Reaktion des Gehirns blieben
24 Stunden und länger nachweisbar, als die Strahlung bereits ausgeschaltet war. Ähnliche Versuche
mit ungepulsten Feldern zeigten keine Effekte. Hinweise auf Probleme durch gepulste Felder bestehen bereits seit 15 Jahren: Kalzium-Ausstrom an den Zellmembranen wird durch Einwirkung solcher Felder erhöht. In der Universitätsklinik Lübeck wurde festgestellt, dass durch gepulste Felder die Immun- reaktion von Zellen um 90% reduziert wird. (von Klitzing 1993)

Das Interessante an diesen Befunden besteht darin, dass mit sehr schwachen Feldern weit ausserhalb jeder nach heutigem Wissensstand physikalisch erklärbaren Reaktion in subtile biologische Strukturen eingegriffen wird. Sollte es hierdurch zu Interferenzen in der interzellulären Kommunikation kommen, wäre nicht auszuschliessen, dass das biologische System in seiner Gesamtheit gestört wird. Die Ergebnisse zeigen, dass es bei modulierter Hochfrequenz-Strahlung zu Veränderungen im Gehirn kommt, insbesondere wenn die Modulationsfrequenzen im Bereich von Gehirnwellenfrequenzen liegen. (von Klitzing 1993)

Bedenkt man nun, dass im EEG z.B. auch die "Alpha-Wellen" mit dieser Schwingungshäufigkeit
(7-14 Hz) auftreten und eine spezifische Trance- und Schlaffrequenz in unserem Gehirn darstellen,
so steht zu befürchten, dass der Mobilfunk gerade in diese Bewusstseinszustände und damit aktiv ins Unterbewusste eingreift. Dann wären aufgrund dieser Befunde Handys bzw. Mobilfunksender womöglich als "psychotrope" Faktoren anzusehen, die auf unsere Psyche ähnlich wirken wie etwa Drogen oder Psychopharmaka. Unter diesem Aspekt ist die vielfältige Zunahme von Panikattacken, Neurosen und Psychosen ursächlich neu zu diskutieren. (Scheiner 1998)

Verminderte Melatoninproduktion
Vermehrte wissenschaftliche Aufmerksamkeit gewinnt zunehmend die verminderte Melatonin-produktion bei Magnetfeldexposition, insbesondere bei niederfrequenten und auf Hochfrequenzen aufmodulierten Informationen, wie sie bei GSM-Mobilfunknetzen Verwendung finden. Macht doch gerade das durch elektromagnetische Felder ausgelöste Melatonin-Defizit eine Fülle von vegetativen und anderweitigen Symptomen verständlich, wie sie nach kontinuierlichem oder längerem Handygebrauch zumindest bei sensiblen Patienten fast durchwegs vorkommen, wie: Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche, Nervosität, Schweissausbrüche, Potenzprobleme, Hochdruckkrisen, ferner Immundefizienz, reichend von der Abwehrschwäche gegen normalerweise harmlose nur fakultativ pathogene Keime; weiterhin aber auch gegen virale Erkrankungen und ins- besondere gegen körpereigene Krebszellen. (Rose 1994)

Melatonin wird als ein neurokrines Gehirnhormon in der Epiphyse, der Zirbeldrüse, produziert. Einen deutlichen Melatoninabfall kann man auch bei niederfrequentem Elektrosmog beobachten: Gerade die aufmodulierten Pulsationen zwischen 100 - 250 Hz (wie bei GSM-Mobilfunknetzen) führen zu einer deutlichen Reduktion der "Melatonin-Produktion" im Gehirn, welches die sogenannten circadianen Rhythmen, also insbesondere den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert. So stellen wir als erstes Symptom durch eine Reduktion des Melatonins als "Schlafhormon" ausgeprägte Schlafstörungen mit Zerschlagenheitsgefühl am folgenden Morgen und untertags fest. (Löscher 1994)

Als ein ganz wichtiges Hormon steuert das Melatonin jedoch auch die Produktion unserer sogenannten "Stresshormone", des Adrenalins und Noradrenalins etwa in unserem Nebennierenmark. Bei Melatonin-mangel kommt es dementsprechend zu einer geringen Stresshormonproduktion - der Mensch wird somit stressanfälliger und sieht sich zunehmend ausser Lage, den Alltagsstress zu beantworten. Erschöpfung, Reizbarkeit und Depression mit allen unliebsamen Konsequenzen für unser berufliches, partnerschaft-liches und privates Leben sind die Folgen. (Löscher 1994)

Einen wichtigen Einfluss nimmt das Melatonin auf die Serotoninproduktion in unserem Gehirn.
Nun muss man wissen, dass dem Serotonin eine Schlüsselrolle in unserer psychischen Gestimmtheit zukommt. Wir können es demnach als das "Stimmungs"-Hormon bzw. als das "antidepressive Hormon" bezeichnen, was auch die vielfältigen depressiven Verstimmungen von Hochfrequenz-belasteten erklärt. (von Gladiß 1991)

Der wohl wichtigste Einfluss des Melatonins betrifft jedoch unsere körpereigene Abwehr gegen Bakterien, Pilze, Viren und die immer wieder in unserem Körper spontan auftretenden Krebszellen. (Scheiner 1998)

Weitere Forschungergebnisse
Zahlreiche Untersuchungen renommierter Forschungsinstitute im In- und Ausland haben bewiesen, dass elektromagnetische Strahlung im Hochfrequenzbereich auch in einer Leistungsdichte, die weit unter den derzeitigen Richtwerten liegt, biologische Wirkungen und Gesundheitsschäden verursachen kann. (Rose 1994)

Mit einer Leistungsdichte von nur 0,001 µW/m² konnte bei verschiedenen Frequenzen eine Veränderung des Kalzium-Ionen-Ausstroms im Gehirn gemessen werden. Dies scheint besonders deutlich zu wirken, wenn Kalziumverluste bei der Flüssigkeit auftreten, die das Gehirn umgibt. Eine Reihe von wichtigen Regelungsprozessen im menschlichen Körper sind auf Kalzium-Ionen angewiesen und werden daher in Mitleidenschaft gezogen; (Käs 1989); z.B.

- die Ausscheidung von Hormonflüssigkeiten, die der Nervenreizübertragung dienen;
- Gehirnfunktionsstörungen und andere pathologische Veränderungen im Gehirn;
- Schwächung des Immunsystems;
- Beschleunigung des Wachstums von Krebszellen, besonders bei Gehirntumoren;
- Verhaltensänderungen bei Mensch und Tier;
- Eingriffe in die Erbinformation; genetische Veränderungen; Missbildungen.

Da sich die elektrische Leitfähigkeit der Nerven durch andauernden, wiederholten Einfluss auch niedrigintensiver hochfrequenter elektromagnetischer Felder ändert, wird auch die Informations- übertragung im Nervensystem gestört; zwangsläufig werden dadurch die natürlichen Abläufe im gesamten Organismus verfälscht, behindert und fehlgesteuert. (von Gladiß 1991)

Die kleinste Leistungsflussdichte, bei der in einem weiten Frequenzbereich gut reproduzierbar eine Reaktion festgestellt werden konnte, liegt bei 0,0001 pW/m². Wenn man unterstellt, dass jede Reaktion eine, wenn auch nur sehr geringe Stresswirkung hervorruft, dann kann schon diese extrem minimale Strahlenbelastung zu einer verstärkten Beanspruchung des Organismus führen. (Käs 1989)

Untersuchungen in den USA, Schweden und Deutschland zeigen, dass Zellgewebe interne Kommunikationssysteme haben, dass die Kommunikation nicht auf das Gehirn beschränkt ist und dass die Kommunikationsnetze der Hormone und Nervenpulse durch ein "Hochfrequenz-Netz" schwacher, elektromagnetischer Signale ergänzt werden. (von Gladiß 1995)

Gehäufte Gehirntumorbildung und vermehrte vegetative Symptomatik in der Nähe von Hochfrequenz-Sendern sind beschrieben. So berichtet der Facharzt für Allgemeinmedizin Egbert Kutz aus der Ortschaft Vollersode (Niedersachsen) von einer absolut ungewöhnlichen Anhäufung von sechzehn Fällen von Gehirntumoren, die fast alle zwischen zwei Hochfrequenzsendemasten, nämlich einem mit einer Radaranlage der Bundeswehr, sowie einem mit Mobilfunk- und Richtfunksendern der Telekom aufzufinden waren. (Scheiner 1989)

Fatale Auswirkungen von Hochfrequenzsendern werden auch aus der schweizerischen Ortschaft Schwarzenburg bei Bern berichtet, dessen Bewohner innerhalb einer Reichweite von l000 m um die drei dort positionierten Kurzwellensender vielmehr von Gesundheitsproblemen insbesondere vegetativer Art wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität, Schwäche und Müdigkeit, Kopf- und Glieder- schmerzen befallen waren, als die Bevölkerung ausserhalb des unmittelbaren Einflussbereiches.

Ähnliche Beobachtungen liegen auch aus anderen Orten im Nahbereich von Sendeanlagen vor, so z.B. aus Holzkirchen bei München, dem Ort mit der stärksten Sendeanlage Bayerns.

Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen
Forschungen aus den USA in den achtziger Jahren kamen mit 15jähriger Verspätung wie die damaligen sowjetischen Untersuchungen zu ähnlichen Ergebnissen: beschleunigte Lymphozytenzellteilung, genetische Veränderungen in Form von Geburtsmissbildungen und Chromosomenaberationen bei Versuchstieren, Erbschäden bei Pflanzen und Insekten (Hiller). Ferner Leukämie und Blutkrebs bei Versuchstieren nach Bestrahlung mit Hochfrequenzen; die Unfähigkeit von Leukozyten zur normalen Zellteilung. Derartiges beschrieb auch der polnische Genetiker Czerski.

Forschungen an der Universität Heidelberg im Jahr 1984 durch Andras Varga erbrachten, dass Hühner-embryos, die mit Mikrowellenstrahlung unter 2,5 W/m2 bestrahlt wurden, innerhalb weniger Stunden verstarben. Wurde die Mikrowellenintensität weiter abgesenkt, traten immerhin noch Missbildungen auf. Der Neurobiologe Peter Semm von der Universität Frankfurt bestrahlte Zebrafinken jeweils eine halbe Stunde mit Wellen von der Qualität der GSM-Mobilfunk-Netze. Rund 60 % der Nervenzellen im Gehirn der Versuchstiere war dadurch im Austausch ihrer elektrischen Signale beeinträchtigt. Versuche mit Grillen zeigten ein beeinträchtigtes Reflexverhalten an den Hinterbeinen der Insekten. Auch Brieftauben wurden durch den Neurobiologen der Handy-Strahlung ausgesetzt - mit der Folge verzögerter Melatonin-Produktion im Hirn der Vögel, was bei dauernder Bestrahlung zu einer Art "Jet-lack" führt. (Semm)

Adey, Gavalas-Medici und Bawin stellten Anfang der 70er Jahre fest, dass eine modulierte 147-MHz-Strahlung bei einer Feldintensität von nur 0,1 µW/m² das EEG einer Katze bei bestimmten Modulationsfrequenzen stark verändern konnte (Brodeur 1989). Später fand Adey, dass Hühnerhirne bei 147-MHz-Strahlung und Modulationen zwischen 6 und 20 Hz einen um bis zu 20 % veränderten Kalziumausfluss zeigten. Am stärksten waren die Effekte bei 16 Hz: bei 0,1 µW/m² erhöhte sich der Kalziumausstrom, bei 0,5 µW/m² erniedrigte sich der Kalziumausstrom signifikant. (Adey 1981)

In einer Reihe von Tierversuchen wurden Änderungen des Verhaltens bereits weit unterhalb der thermischen Schwelle, ab etwa 0,001 µW/m² festgestellt. Bei den Versuchen stellte sich wiederholt heraus, dass im nichtthermischen Bereich die biologische Wirkung gepulster Hochfrequenz-Strahlung weitaus höher ist als die kontinuierlicher Strahlung.

So berichtet Frey (1988) über Effekte von gepulsten Mikrowellen auf das Fluchtverhalten von Tieren schon bei 0,02 µW/m². In den 70er Jahren wurden von verschiedenen Forschern (z.B. Hunt u.a. 1975) Anzeichen für Änderungen der Aktivität von Ratten nach Eposition mit gepulsten Mikrowellen gefunden. Seaman u.a. (1981) beobachteten, dass gepulste Mikrowellen einen Einfluss auf das sexuelle Verhalten von Ratten haben. Servantie u.a. (1977) berichteten über Effekte bei Intensitäten von 0,07 µW/m². Lynch und Baudry (1984) vertreten die These, dass das Gedächtnis von kurzen Hoch-frequenzpulsen beeinflusst werden kann.

Dass niederfrequent gepulste Hochfrequenz-Strahlung infolge nichtthermischer Effekte möglicherweise Krebs verursachen kann, wird durch eine Reihe von Tier- und Zellversuchen gestützt.

Zur Cancerogenität von Hochfrequenzen, wie sie in der Telekommunikation verwandt werden, laufen derzeit zahlreiche Studien. Der Forschungsbeauftragte der World Health Organisation (WHO) in Genf, M. Reapacholi und seine Arbeitsgruppe vom Royal Adelaide Hospital in Australien kamen bei einem Tierversuch zu einem niederschmetternden Ergebnis. Sogenannte transgene Mäuse, bei denen ein Tumor-Suppressor-Gen fehlt, entwickelten bei einer zweimal halbstündigen Bestrahlung täglich mit einer Dosis von niederfrequent gepulsten Hochfrequenzstrahlen, wie sie von einem handelsüblichen Handy ausgehen, 2,4 mal so häufig bösartige Tumore wie die unbestrahlte Kontrollgruppe. Dieses Ergebnis wurde bei einem Kollektiv von 100 Mäusen nach achtzehnmonatiger Handyexposition erzielt.

Laut NCRP-REPORT (1986) zeigt sich bei Ratten eine erhöhte Tumorbildung, wenn diese gepulster Mikrowellenstrahlung (2,45 GHz) mit 0,05 µW/m² ausgesetzt werden. Zellversuche zeigen ebenfalls bei 2,45 GHz eine um den Faktor 3,5 erhöhte Transformationsrate (Balcer-Kubicek u.a. 1985):

Keilmann und Grundler fanden stark frequenzabhängige, resonanzartige Verzögerungen und Beschleunigungen in der Zellteilungsrate von Hefekulturen (s.u.). Laut Kühne (1989) werden auch bei Leistungsdichten im nichtthermischen Bereich mutagene Effekte vermutet. Es wurde mehrfach fest-gestellt, dass die DNS Hochfrequenz-Strahlung absorbiert (Edwards u.a. 1983, Swicord/Davis 1982). Liboff und Homer (1983) beobachten eine Steigerung der DNS-Synthese.

Auch jüngste veterinär-medizinische Beobachtungen aus Schnaitsee bei Traunstein aus dem Jahr 1997 sprechen in dieser Richtung von massiven Gesundheitsschäden für Mensch und Tier. So erkrankte in einem Bauernhof, in dessen unmittelbarer Nähe ein leistungsstarker Sendemast für Rundfunk, Fernsehen, Eurosignal und Mobilfunk errichtet wurde, nicht nur vielfältig die Bauersfamilie, sondern neben den Menschen auch das Vieh. Die Kühe wiesen Verhaltensstörungen, rheumatische und allergische Erkrankungen, Nahrungsverweigerung sowie mehrfach Missgeburten und Fehlgeburten auf. Als die Kühe in einen 25 km entfernten Hof gebracht wurden, verschwanden die Symptome und kehrten prompt nach Rückführung der Herde in das verstrahlte heimatliche Gehöft zurück. Das Veterinäramt Traunstein kommt in einer sorgfältigen Analyse zu dem plausiblen Schluss einer Hochfrequenzbelastung durch den Sender als einzig denkbare Ursache.

Ähnliches wird auch in Vallershausen, hervorgerufen durch das "Eurosignal" berichtet. Denn auch dort werden epidemieartig die Menschen krank und gibt es Missgeburten, zwei Kinder mit drei Daumen und verkrüppelten Nieren werden geboren. Beim Vieh kommt es zu einer Geburt eines Kälbchens mit zwei Köpfen und fünf Beinen! (Scheiner 1998)

Eine Erklärung dafür, warum die technisch neuartige niederfrequent gepulste Mikrowellenstrahlung der Mobilfunk-Sendeanlagen in die Entwicklung von Zellen eingreift, bietet die Genforschung: gepulste Mikrowellen werden bei der Genmanipulation dazu benutzt, um die Zellmembran zu öffnen und dann fremde Gene in die Zelle einzuschleusen. Manche Gentechniker befürchten deshalb, dass flächen-deckender Mobilfunk auch flächendeckende Erbgutveränderungen verursacht.


5. Welchen Schutz bieten die offiziellen Grenzwerte für hochfrequente Strahlung?

Mit der flächendeckenden Installation von Mobilfunk-Sendeanlagen stellt sich für die Bevölkerung immer mehr die Frage nach möglichen unerwünschten Nebenwirkungen bzw. gesundheitlichen Risiken dieser neuartigen elektromagnetischen Strahlenquellen. Die offiziell durch Gesetze oder Normen geltenden Grenzwerte für elektromagnetische Felder in Westeuropa orientieren sich an den Empfehlungen der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlungen). Bei der Fest-legung der Grenzwerte ging man bisher davon aus, dass als einzige Wirkgrösse einer biologischen Beeinträchtigung die physikalisch exakt beschreibbare Umsetzung der hochfrequenten Feldenergie in Wärme (=Joule`sche Energie); also allein die thermische Auswirkung von elektromagnetischen Feldern auf den Organismus in Frage kommt. Dies bedeutet, dass nur gemessen und bewertet wird, um welche Werte sich ein Organismus, der sich im Bereich solcher Felder aufhält, erwärmt. Wird dagegen gehalten, dass schon statische Magnetfelder (dB/dt = 0) biologische Effekte hervorrufen, also eine Situation, wo keine Energieübertragung erfolgen kann, dann zeigt sich schon die Problematik, dass hier andere
Gesetze gelten als die der reinen Energieumsetzung. Als Beispiel seien hier die Veränderungen der

menschlichen Hirnströme genannt, die auch noch nach der Exposition nachweisbar sind oder auch
Störungen des Hormonhaushalts, z.B. des Melatonins. (von Klitzing 1993)

Als Folge von Mikrowelleneinstrahlung werden vielfältigste Störungen beschrieben wie Kopf-schmerzen, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Denk-blockaden, Tinnitus, aber auch Hörsturz, Depression, Gereiztheit, Erhöhung der Blutfette und Absinken der Lymphozyten, Erhöhung der Krebsgefahr, etc. etc.

Zu bemerken ist, dass diese gesundheitlichen Schäden bei Mikrowellen weit unterhalb der von der ICNIRP (Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierenden Strahlungen) als unbedenklich eingestuften und deshalb zur Einhaltung empfohlenen Grenzwerte beobachtet wurden. (Scheiner 1998).

In Osteuropa und der früheren Sowjetunion bestanden aufgrund der Berücksichtigung auch der nicht-thermischen Wirkung von Mikrowellen Grenzwerte, die je nach Frequenzbereich um den Faktor 1000 niedriger lagen. Diese niedrigen Grenzwerte wurden aufgrund langjähriger Beobachtungen beginnend seit 1933 festgelegt. So traten bei den Exponierten von Rundfunksendern Kopfschmerzen, Augenschmerzen und vielfältige vegetative Symptome auf, die sich bei weiterer Exposition zu Herzrhythmusstörungen, Schwindelattacken, Reizbarkeit, Depressionen, reduzierter geistiger Leistungsfähigkeit, zu Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Melancholie, Halluzinationen, bis hin zu Psychosen entwickelten; weiterhin fand man einen Abfall der Lymphozyten, gehäuft Grauen Star, Sterilität, vermehrt Geburten von Mädchen und weniger Jungen, vermehrt Fehl-geburten, generelle frühere Kindersterblichkeit; ferner EEG-Veränderungen, auch EKG-Veränderungen bei Radartechnikern. Beschrieben wurden diese Veränderungen z.B. durch Gordon und Malysew in Petersburg. (Scheiner 1998)

Die derzeit wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse über die Wirkung elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf das biologische System müssen in zwei Bereiche eingeordnet werden. Es sind dies einmal die thermischen Effekte, die in den Grenzwertempfehlungen berücksichtigt werden und die athermischen Einflüsse, in Energiebereichen, die mehrere Grössenordnungen unter denen liegen, die in den Grenzwertempfehlungen genannt werden. (Rose 1994)

Während die thermischen Effekte sich experimentell relativ gut erfassen lassen, gibt es im athermischen Bereich völlig neuartige Reaktionen, die sich aus dem bisherigen Wissen nicht vollständig in das biologische System einordnen lassen. Dieses betrifft insbesondere die Intensitäts- und Resonanzfenster im niederfrequenten und ausgesprochen niederenergetischen Bereich. Bei allen Diskussionen über Störgrössen auf das biologische Regulationssystem muss immer davon ausgegangen werden, dass das biologische System selbst ein sehr hochsensibles und komplexes Regelsystem in sich darstellt. Jede äussere Störung sorgt dafür, dass die ursprüngliche Optimierung nicht mehr gegeben ist, und das System selbst zwangsläufig dann nicht mehr ausgeregelt und somit empfindlicher gegenüber weiteren Stör-grössen ist. Diese Folgen einer Regulationsstörung treten nicht sofort auf, sondern es kommt zu einer Kummulierung im Laufe der weiteren Exposition, was zu einer Sensibilisierung des Gesamtsystems gegenüber äusseren Noxen führt. (von Gladiß 1993)


Nichtthermische Effekte

Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass Hochfrequenz-Strahlung, die so schwach ist, dass sie keine thermischen Effekte auslösen kann, biologisch unwirksam ist. Heute weiss man, dass diese Annahme falsch war.
Die athermischen Wirkungen der elektromagnetischen Felder zeigen sich in einer Beeinflussung der Vorgänge in Zellen, der Zellkommunikation und der übergeordneten biologischen Regelmechanismen schon bei sehr geringen Feldstärken. Bei Leistungsflussdichten weit unter der thermischen Schwelle wurde eine Vielzahl von Effekten beobachtet. Meist traten die Wirkungen nur bei modulierter Strahlung und mit Frequenz- und Amplitudenfenstern auf, beides starke Anzeichen für nichtthermische Wirkungen. (Rose 1994)

Unter Wissenschaftlern sind nichtthermische Effekte auf Zellebene heute allgemein anerkannt. Unsicherheiten gibt es nur darüber, ob und wie die gefundenen Effekte einen gesundheitlichen Schaden im Gesamtorganismus bewirken können. Regel- und Kontrollmechanismen des Organismus sorgen nämlich dafür, dass sich nicht jede Störung auf Zellebene als gesundheitlicher Schaden manifestiert. Untersuchungen, die solche gesundheitlichen Schädigungen bereits gefunden haben, werden nicht von allen Wissenschaftlern anerkannt. (von Gladiß 1993)

Die deutsche Strahlenschutzkommission führt zu nichtthermischen Schäden aus (SKK 1992): "Über spezielle Effekte, die nicht auf der Erwärmung beruhen, wird in der Literatur seit ungefähr 15 Jahren berichtet. Wenn eine Hochfrequenzstrahlung mit einer anderen Frequenz amplitudenmoduliert ist, können Feldwirkungen auftreten, welche bei unmodulierter Strahlung nicht existieren. Es handelt sich meistens um Veränderungen der Permeabilität von Zellmembranen. Beispielsweise wurde festgestellt, dass bei einer Hochfrequenz-Strahlung mit einer Frequenz von 147 MHz, die mit Frequenzen zwischen 6 und 20 Hz moduliert war, der Kalziumausstrom aus Zellkulturen bei bestimmten Frequenzen signifikant (um 10 bis 20 %) erhöht war. Insgesamt wurde eine komplexe Abhängigkeit dieser Effekte von Intensität und Frequenz beobachtet, wobei spezielle Frequenzbereiche besonders wirksam sind." (Niedersächsisches Umweltministerium 1993)

Technisch erzeugte elektromagnetische Felder sind zumeist streng periodisch und unterscheiden sich dadurch vom thermischen Rauschen. Wechselwirkungen mit biologischen Systemen sind dann zu erwarten, wenn die Periodizität des Feldes mit charakteristischen Zeitstrukturen des Systems über- einstimmt. Hochfrequente Felder wirken im atomaren und molekularen Massstab. Resonanzen können bei Protein-Dipolmolekülen oder bei oszillierenden Ladungsverteilungen im Bereich von 1kHz - 1MHz auftreten. Weiterhin sind die aus der theoretischen Physik bekannten Phänomene der kohärenten Anregung von Molekülen (10 GHz), der paramagnetischen Resonanz und Singulett-Triplett-Austauschprozesse in der Diskussion. (von Gladiß 1995)

Niederfrequente Felder hingegen können sich direkt auf physiologische Prozesse auswirken. Transportprozesse, der Ablauf biochemischer Reaktionen und die Erregung von Zellen (Reizantwort) besitzen Zeitstrukturen von 1 - 100 Millisekunden, die in der Grössenordnung der Periode niederfrequenter Felder liegen.

Niederfrequent modulierte Hochfrequenzstrahlung, die beim GSM-Mobilfunk angewendet wird, kann deshalb in zweifacher Hinsicht wirken. Die hochfrequenten Felder der Trägerfrequenz bestimmen einerseits die Ausbreitungseigenschaften im Raum und innerhalb des biologischen Systems. Sie können andererseits durch die oben genannten Mechanismen im molekularen Bereich im biologischen System Primärreaktionen auslösen. Der Einfluss auf physiologische Parameter hingegen wird auf die niederfrequente Modulation zurückgeführt und als Sekundärreaktion bezeichnet. Die Sekundärreaktionen hängen u.a. von der Modulationsart und -tiefe ab. Eine Pulsmodulation (periodische kurze "Strahlungspakete", dazwischen jeweils keine Sendeleistung) scheint physiologisch besonders wirksam zu sein und wird deshalb bei kommerziellen Therapiegeräten zur Behandlung verschiedenster Erkrankungen eingesetzt. (von Gladiß 1995)

6. Zusammenfassung

Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass die niederfrequent gepulste hochfrequente elektro-magnetische Strahlung von GSM-Mobilfunk-Sendeanlagen auch in einer Leistungsdichte, die weit
unter den derzeit in Österreich geltenden Grenzwerten liegt, vielfältigste gesundheitliche Störungen verursachen kann. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Denkblockaden und Tinnitus. Diese Beschwerden treten überwiegend nur beim Aufenthalt in der Nähe der Mobilfunk-Sendeanlagen auf und verschwinden, sobald man sich in grösserer Entfernung zur Sendeanlage aufhält.

Durch die auf dem Haus der Pension Gasser installierten Sendeanlagen für das GSM-Mobilfunk-Netz wird eine hochfrequente elektromagnetische Strahlenbelastung verursacht, die nach Art und Intensität geeignet ist, vor allem im mehrere Hundert Meter umfassenden Nahbereich nahezu zwangsläufig Störungen im menschlichen biologischen System und Gesundheitsschäden zu verursachen. Der nach dem Telekommunikations-Gesetz (TKG) § 67 Abs 2 Satz 1 bei der Errichtung und dem Betrieb von Funkanlagen erforderliche Schutz von Leben und Gesundheit ist daher bei dieser Sendeanlage für das GSM-Mobilfunk-Netz nicht gewährleistet.

GSM-Mobilfunk-Sendeanlagen im Wohnbereich können einen Wertverlust von Häusern und Grundstücken bewirken. In Immobilien-Gutachten wird immer häufiger aufgrund der zunehmenden gesundheitlichen Bedenken potentieller Käufer ein Wertverlust in Höhe von mindestens 10 % berechnet.

Für GSM-Mobilfunk-Sendeanlagen haben Haftpflicht-Versicherungen den Versicherungsschutz
für gesundheitliche und andere Schäden durch elektromagnetische Strahlung ausgeschlossen.
Es ist den Bewohnern nahegelegener Häuser und Grundstücke sicher nicht zuzumuten, den
unversicherten Risiken einer neuen Technologie schutzlos ausgesetzt zu werden, solange dies selbst
die Versicherungen ablehnen, weil sie lt. einer Studie der Schweizer Rückversicherung ansonsten die Zahlungsunfähigkeit der Versicherungswirtschaft befürchten.



INTERNATIONALE GESELLSCHAFT FÜR ELEKTROSMOG-FORSCHUNG (IGEF)
Wulf-Dietrich Rose


Quellenangaben und empfehlenswerte diesbezügliche Literatur:

Lebrecht von Klitzing: Wirkung elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf den Menschen unter Berücksichtigung athermischer Effekte, Gutachten im Auftrag der Untersuchungsstelle für Umwelttoxikologie des Landes Schleswig-Holstein Nr. 6/1992
Niedersächsisches Umweltministerium: Tagungsband Internationales Elektrosmog-Hearing am 16. September 1993
Bundesverband gegen Elektrosmog: Tagungsdokumentation "Elektrosmog - und kein Ende in Sicht?"; Verlag Bundesverband gegen Elektrosmog e.V., 65329 Hohenstein 1999
KATALYSE e.V.: Elektrosmog; Verlag C. F. Müller, Heidelberg 1994
Bundesamt für Strahlenschutz: Schutz vor elektromagnetischer Strahlung beim Mobilfunk; Empfehlung der Strahlenschutzkommission vom 12./13. Dezember 1991
Wulf-Dietrich Rose: Elektrosmog - Elektrostress; Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994
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Schweizer Rück, Elektrosmog - Ein Phantomrisiko